Der Verein fordert darin die zügige Umsetzung des Bürgerwillens und hält Schloss für besten KITA- Standort.

Gemeinde Wachau
Herr Bürgermeister Eisold

Kindertageseinrichtung Seifersdorf


Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Damen und Herren Gemeinde- und Ortschaftsräte,
wir möchten das Ergebnis des Bürgerentscheides vom 18.09.05, das die Gemeinde Wachau mit der
Wiedereinrichtung einer Kindertagesstätte in Seifersdorf beauftragt hat, zum Anlass nehmen um eine
Wiedereröffnung des Kindergartens im Schloss Seifersdorf vorzuschlagen und unsere Mithilfe bei der
Realisierung anzubieten.
Dabei sind wir uns bewusst, dass der Gemeinderat nach kontroverser Diskussion in verschiedenen
Gremien einen Beschluss zur Schließung der KITA im Schloss gefasst und mit Sicherheits- und
Kostenaspekten begründet hat, der diesem Vorschlag entgegensteht.
Die Randbedingungen haben sich jedoch geändert und es steht nicht mehr die Frage ob eine KITA
notwendig ist, sondern wie und wo eine für die Kinderbetreuung optimale, von potentiellen
Betreibern akzeptierte, den Sicherheitsanforderungen entsprechende und nicht zuletzt kostengünstige
Lösung gefunden werden kann.
Bezüglich Eignung für die kindgerechte Betreuung generell sind Schloss und Umgebung kaum in
Frage zu stellen und die entsprechenden Meinungen von Fachleuten, Erziehern und mit der Materie
befassten Eltern sollten nicht erneut in Frage gestellt werden.
Die Suche nach einem neuen, an konstruktiven Ideen interessierten Betreiber ist sicherlich Aufgabe
der Gemeinde; allerdings sind wir als Förderverein und sicherlich auch die Bürgerinitiative „Kita im
Ort“ gern bereit, die Initiative bei der Suche zu übernehmen. Voraussetzung ist natürlich eine
entsprechende Autorisierung durch die Gemeinde.
Die festgestellten Sicherheitsmängel wurden bereits mehrfach untersucht, wobei die technischen und
kostenmäßigen Bewertungen, je nach Sichtweise auf das Thema Kita und Schloss, sehr
unterschiedlich ausgefallen sind.
Nach der Grundsatzentscheidung durch den Bürgerentscheid erübrigt sich nun jedwede Polemik und
alle Beteiligten sollten sich für eine zeitnahe Umsetzung des Bürgerwillens ohne „wenn“ und „aber“
und für angemessene technische oder organisatorische Lösungen und deren Durchsetzung bei den
zuständigen Behörden einsetzen. Auch an den hier notwendigen Schritten möchte sich unser
Förderverein gern beteiligen; die Gemeinde sollte jedoch unbedingt einen dafür zuständigen
Projektleiter/ Ansprechpartner zur Koordination zwischen Gemeinde, Planern, Bürgerinitiative,
Verein, Behörden und weiteren Beteiligten beauftragen.
Bei entsprechend zielorientierter Arbeit sollte, auch unter Nutzung eigener Ressourcen, eine
kurzfristige Lösung im Schloss möglich sein, die weitaus kostengünstiger als alle Alternativen (wie
alte Schule oder Neubau) ist, zumal sich die Betriebsausstattung noch nahezu vollständig vor Ort
befindet.

Der Vorschlag für eine Kita im Schloss ist unbestritten auch von den Zielen unseres Fördervereins
mitbestimmt, da eine Kita eine wichtige Säule in unserem Nutzungskonzept eines „Kinder- und
Jugendschlosses“ bilden würde und wir damit eine weitere Grundlage für den Abschluss eines
Pachtvertrages für das Schloss insgesamt schaffen könnten.
Die Nutzung der vorhandenen Räume im Schloss entspräche damit, abgesehen von den geschilderten
Aspekten, auch den Vorstellungen von Bürgerinitiative, Förderverein, Seifersdorfer Bürgern und ganz
bestimmt auch den Interessen der Gemeinde insgesamt.


In der Erwartung einer baldigen Kontaktaufnahme mit uns in dieser Angelegenheit verbleiben wir


Mit freundlichen Grüßen
Förderverein Seifersdorfer Schloss e.V.

Günter Zeeh Joachim Schulze
Vorstandsvorsitzender stellv.
Vorstandsvorsitzender