Die Geschichte des Ortes Seifersdorf, des Schlosses/Rittergutes ist eng mit der Seifersdorfer Kirche verbunden. Die jeweilige Schlossfamilie war die Patronatsfamilie.

1335 wurde Seifersdorf bei Radeberg erstmalig als "Syffridisdorf" erwähnt. Das Dorf liegt an der alten Salz- und Glasstraße zwischen dem früheren Böhmen und der Mark Meißen.

Es gab drei große Patronatsfamilien:

Familie von Haugwitz, die aus der Region Nossen/Deutschenbora kam. Ihr Wappen ist ein Widderkopf.

Ritter von Grünrodt ab Ende des 16. Jahrhunderts, die aus Wiederoda bei Wermsdorf kamen. Sie sind die Erbauer der Seifersdorfer Kirche 1604/1605. Das Wappen enthält einen springenden Hund.

Heinrich Graf von Brühl, der kurfürstlich-sächsische und königlich polnische Premierminister übernimmt 1747 das Patronat Seifersdorf mit den dazugehörigen Ländereien und den für das Rittergut arbeitenden Ort Schönborn sowie große Teile des heutigen Ottendorf-Okrilla (Ottendorf, Moritzdorf, Cunnersdorf, Region Teichwiesenbad). Die Nachkommen des Premierministers waren bis zur Enteignung 1945 in Seifersdorf. Die letzte Seifersdorfer Gräfin Agnes von Brühl war bis dahin die Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Das Wappen der Brühls ist ein Winkel und an vielen Stellen in und um das Schloss sowie der Kirche zu finden.